Zurückschneiden der Bäume

Zuerst werden die Olivenbäume durch Zurückschneiden von wilden Trieben oder Dornbüschen befreit, sodass der Stamm frei liegt. Zehn Meter Platz um die Bäume ist nötig um später das Netz für die Ernte auslegen zu können. Da wir auf unserem Land komplett auf den Einsatz von Unkrautvernichtungsmittel verzichten, werden die Bäume mehrmals im Jahr von Hand gepflegt.

Ernteprozess

Nun beginnt der eigentliche Ernteprozess. Feinmaschige Netze werden unter die Bäume gelegt, damit die Oliven auf ihnen landen können. Ein sogenannter Baumschneider schneidet gezielt tragende Zweige ab, ohne den Baum zu beschädigen. Das Ernten der Koroneiki Oliven erfolgt neben dem Herunterklopfen mit Holzstöcken auch durch das Herunterkämmen mit Rechen.

Trennen der Oliven von den Zweigen

Auf die heruntergefallenen Äste wird mit gezielten Hieben geschlagen um die Oliven von den Zweigen zu trennen. Am Ende bleiben kleinere Zweigen und Olivenblätter mit den getrennten Olivenfrüchten auf den Netzen zurück. Diese werden von Hand aussortiert und die gründlichen und rötlichen Früchte dann in Jutesäcke verpackt und am selben Tag zur Ol-Mühle befördert und an einem frischen, schattigen Platz gelagert um ein Schwitzen der Olivenfrüchte zu vermeiden.

Trichter

An der Ölmühle angekommen werden die Jutesäcke voller Olivenfrüchte zum Trichter transportiert. Hier schneiden die Mitarbeiter vorsichtig die Säcke auf und lassen die Oliven in den Trichter fallen. Dieser füllt sich mit mehreren hundert Kilo Koroneiki Oliven. Sobald dieser voll ist, fängt das Förderband an, die Oliven nach oben zu transportieren.

Förderband

Das am Trichter anschließende Förderband transportiert die Oliven zur zweiten Station. Hier werden die Blätter und verbliebenen Zweige von den Früchten getrennt. Nachdem dies geschehen ist, werden die Oliven gewaschen. Danach werden die Oliven gemahlen um einen Olivenbrei, den sogenannten Trester,
zu gewinnen. Dieser wird weitere 25 Minuten mit einer breiten Schnecke geschleudert. So löst sich ein Fruchtwasser-Olivenöl-Gemisch von den festen Bestandteilen des Fruchtbreis.

Entnahme des Öls

Zuletzt wird das Fruchtwasser-Olivenöl-Gemisch in Behälter gefüllt um den letzten Herstellungspunkt zu durchlaufen. Die Behälter haben ein Fassungsvermögen von bis zu 900 Kilogramm und werden je nach Bedarf befüllt. Beim letzten Schritt, der Extraktion, wird das Olivenöl vom übrigen Fruchtwasser getrennt und das Olivenöl entnommen.

Zurückschneiden der Bäume

Die Ernte der Kalamata-Olive oder auch Kalamon-Olive, beginnt gleich wie die Ernte der Koroneiki-Olive. Die Bäume werden von wilden Trieben befreit um die Netze auslegen zu können.

Ernteprozess

Der eigentliche Ernteprozess unterscheidet sich zu den Koroneiki-Oliven – hier ist besondere Vorsicht geboten, denn wird eine Olive verletzt oder platzt diese auf, ist sie unbrauchbar für die Entbitterung und muss aussortiert werden! Um die Früchte nicht zu verletzen, werden sie durch ein sanfteres Rütteln und Klopfen geerntet.

Sortierung der Oliven

Die geernteten Kalamata-Oliven werden in Kisten mit einem Fassungsvermögen von etwa 20 Kilogramm gefüllt und mit dem Traktor zur Sortiermaschine gefahren. Hier werden angeschlagene Oliven aussortiert, da sonst die Gefahr droht, dass beim Entbitterungsprozess alle Oliven kaputt gehen. Die aussortierten Oliven verfüttern wir an unsere Hühner und Ziegen. Für den Entbitterungsprozess werden am Ende alle Oliven in ein sauberes Fass mit frischem Salzwasser gelegt.

Chemische Reaktion

Lauge wird zu destilliertem Wasser hinzugefügt. Durch eine chemische Reaktion erhitzt sich das Gemisch sehr stark. Dieses muss nun so lange ruhen, bis es auf 40°Celsius abgekühlt ist. Während das Laugen-Wasser-Gemisch abkühlt, muss Olivenöl in einen separaten Behälter abgefüllt werden. Es muss diejenige Menge Olivenöl ermittelt werden, die wir für die Herstellung von z.B. 200 Stück Olivenölseifen benötigen.

Versteifungsprozess

Nun wird das abgekühlte Laugegemisch langsam und vorsichtig in das Olivenöl gekippt. Der eigentliche Versteifungsprozess beginnt und es entsteht sogenanntes Sodium Olivate (versteiftes Olivenöl). Das versteifte Olivenöl muss nun gründlich verrührt werden. Dieser Prozess kann um die 15 Minuten lang dauern.

Gießen der Seifenform

Das versteifte Olivenöl wird im letzten Schritt in hausgemachte Holzformen gegossen um die typische, rechteckige Seifenform zu erhalten. Hier muss die Masse nun mehrere Tage ruhen, bis sie fest wird. Die festen Seifenblöcke werden dann aus den Holzformen genommen und auf Maß zugeschnitten. Für eine 100 g Olivenölseife muss das Frischegewicht der Seife circa 107 g betragen, da noch Wasser aus der Seife entweicht.