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Orangen-Saison & Sorten: welche Orange wann Saison hat

Welche Orange hat wann Saison und welche eignet sich zum Pressen? Saisonkalender und Sortenvergleich von der frühen Navelina bis zur sommerlichen Valencia – für die richtige Wahl zum Saisonstart.

AT Athanasios Karapatzakis 30. September 2026 3 Min. Lesezeit
Nov–Okt
fast ganzjährig Saison
je nach Sorte
7+
Sorten im Überblick
Navel bis Valencia
unbehandelt
Schale essbar
direkt vom Erzeuger
Argos
aus Griechenland
sonnengereift

Frische Orangen haben in Europa von November bis in den Frühsommer Saison – und die Orangen-Welt verändert sich: Immer mehr Sorten decken heute die gesamte Saison ab, sodass fast das ganze Jahr über etwas Passendes reif ist. Doch welche Orange hat wann Saison, welche eignet sich zum Pressen und welche zum Naschen? Dieser Ratgeber gibt Ihnen den Überblick – mit Saisonkalender und Sortenvergleich, damit Sie rechtzeitig zum Saisonstart die richtige Orange wählen.

Wann haben Orangen Saison?

Die europäische Orangensaison läuft im Kern von November bis April. Den Auftakt machen die frühen Navel-Sorten, es folgen die späten Navel-Orangen bis in den Mai, und ab dem Frühsommer übernimmt die Saftorange Valencia, die bis in den Herbst reicht. So entsteht eine fast durchgehende Kette – jede Sorte hat ihr eigenes Zeitfenster.

Grob lässt sich die Saison in drei Phasen einteilen: die frühen Speiseorangen (November bis Januar), die späten Navel-Orangen (Februar bis Mai) und die Saftorangen-Zeit (Mai bis Oktober).

Orangen-Saisonkalender im Überblick

Der folgende Kalender zeigt, wann welche Sorte typischerweise Saison hat. Die Zeiträume können je nach Anbauregion und Witterung leicht abweichen.

Sorte Typ Saison (Hauptzeit)
Navelina Speise- & Saftorange November – Januar
Newhall Navel, Speiseorange November – Januar
Washington Navel Speiseorange Dezember – April
Lane Late späte Navel Februar – Mai
Navel Late (Navelate) späte Navel März – Mai
Valencia / Valencia Late Saftorange Mai – Oktober
Blutorangen (Moro, Tarocco) Spezialität Dezember – April
Verschiedene Orangensorten aufgeschnitten – von heller Navel über rosa-rotes Fruchtfleisch bis zur dunkelroten Blutorange
Sortenvielfalt auf einen Blick: Vom hellen Fruchtfleisch der Navel bis zum tiefen Rot der Blutorange – jede Sorte hat ihren eigenen Charakter.

Die wichtigsten Orangensorten im Detail

Navel-Orangen – die Speiseorangen der Wintersaison

Die Navel-Gruppe eröffnet die Saison. Ihr Erkennungsmerkmal ist der kleine „Nabel" am unteren Ende – eine zweite, winzige Frucht in der Hauptfrucht, die der Gruppe ihren Namen gibt. Navel-Orangen sind meist kernlos, gut zu schälen und sehr aromatisch – die klassische Orange zum Essen aus der Hand.

Zur frühen Navel-Gruppe gehören Navelina und Newhall (November bis Januar), gefolgt von der Washington Navel als klassische Weihnachtsorange. Die späten Sorten Lane Late und Navel Late verlängern die Speiseorangen-Zeit bis in den Mai.

Valencia – die Saftorange für die warme Jahreszeit

Wenn die Navel-Saison endet, beginnt die Zeit der Valencia. Sie ist die klassische Saftorange: besonders saftig, mit ausgewogener Süße und feiner Säure. Von Mai bis in den Herbst ist sie die Orange der Wahl, wenn es um frisch gepressten Saft geht.

Blutorangen – die Spezialitäten mit Charakter

Blutorangen verdanken ihre rote Färbung natürlichen Pflanzenfarbstoffen (Anthocyanen), die sich bei kühlen Nächten bilden. Sie sind eine saisonale Delikatesse von Dezember bis April:

  • Moro – die intensivste Blutorange mit tiefroter Färbung und kräftigem, würzigem Aroma (oft als „Vollblut" bezeichnet).
  • Tarocco – eine halbpigmentierte Blutorange, milder und süßer, mit nur teilweise rotem Fruchtfleisch (oft „Halbblut").
  • Cara Cara – botanisch eine Navel-Orange mit rosa-rotem Fruchtfleisch, mild-süß und leicht beerig (im Handel manchmal „Grapefruit-Orange" genannt).

Sortenvergleich: Geschmack, Größe und Verwendung

Welche Orange passt zu welchem Zweck? Diese Übersicht hilft bei der Wahl:

Sorte Geschmack Fruchtfleisch Am besten für
Navelina süß, aromatisch hell-orange Essen & Saft
Washington Navel süß, mild orange Tafelorange
Lane Late sehr süß, saftig orange Tafelorange
Valencia süß-säuerlich, frisch orange, sehr saftig Saftorange
Moro kräftig, würzig-herb tiefrot Saft & Spezialität
Cara Cara mild-süß, beerig rosa-rot Tafelorange

Speiseorange oder Saftorange – wo liegt der Unterschied?

Grundsätzlich lässt sich jede Orange essen und pressen. Der Unterschied liegt im Schwerpunkt: Speiseorangen wie die Navel-Sorten sind kernlos, leicht zu schälen und in Filets zu teilen – ideal zum Naschen. Saftorangen wie die Valencia haben besonders viel Saft und eine dünnere Schale, sind dafür oft schwerer zu schälen. Für frisch gepressten Saft ist eine echte Saftorange die bessere Wahl, weil sie mehr ergibt und geschmacklich ausgewogener ist. Bei uns finden Sie beides – von der süßen Navelina als Tafelorange bis zu den Valencia-Saftorangen zum Pressen, je nach Saison direkt aus Griechenland.

Frisch gepresster Orangensaft aus reifen Saftorangen neben halbierten Orangen
Frisch gepresst schmeckt am besten: Für saftreichen Orangensaft ist eine echte Saftorange wie die Valencia die erste Wahl.

Orangen richtig lagern

Orangen halten sich bei kühler, luftiger Lagerung am längsten – etwa in einer Obstschale an einem kühlen Ort oder im Gemüsefach. Wichtig ist, sie nicht luftdicht in Plastik zu verpacken, da sie sonst schneller schimmeln. Bei guter Lagerung bleiben frische Orangen zwei bis drei Wochen genussfähig.

Frische Orangen zur Saison

Die Orangen-Welt bietet über die gesamte Saison hinweg spannende Sorten – von der frühen Navelina über die späten Navel-Orangen bis zur sommerlichen Valencia und den Blutorangen als winterliche Spezialität. Wer auf Sorte, Saison und Herkunft achtet, holt sich echtes Aroma ins Haus statt monatealter Lagerware. Passend zur Saison finden Sie bei uns frische Orangen und Säfte – aromatisch, sonnengereift und rechtzeitig zum Saisonstart.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten auf einen Blick.

Wann haben Orangen Saison? +
Die europäische Orangensaison läuft im Kern von November bis April. Den Auftakt machen frühe Navel-Sorten wie Navelina, es folgen die späten Navel-Orangen bis in den Mai, und ab dem Frühsommer übernimmt die Saftorange Valencia bis in den Herbst.
Welche Orange eignet sich am besten zum Pressen? +
Zum Pressen eignen sich echte Saftorangen wie die Valencia am besten. Sie sind besonders saftig, haben eine dünnere Schale und ein ausgewogenes süß-säuerliches Aroma. Navel-Orangen sind dagegen ideal zum Essen aus der Hand.
Was ist der Unterschied zwischen Speise- und Saftorangen? +
Speiseorangen wie die Navel-Sorten sind kernlos, leicht zu schälen und in Filets zu teilen. Saftorangen wie die Valencia haben besonders viel Saft und eine dünnere Schale, sind dafür aber oft schwerer zu schälen.
Welche Orange ist die süßeste? +
Zu den süßesten Sorten zählen die späten Navel-Orangen wie Lane Late und Navel Late sowie die Valencia Late. Blutorangen wie Moro schmecken kräftiger und würziger, Cara Cara ist mild-süß mit beeriger Note.
Warum sind Blutorangen innen rot? +
Blutorangen bilden natürliche Pflanzenfarbstoffe (Anthocyane), die für die rote Färbung sorgen. Diese entstehen besonders bei kühlen Nächten während der Reifezeit. Die Färbung ist völlig natürlich und kein Zeichen von Behandlung.
Wie lagere ich Orangen am besten? +
Orangen halten sich bei kühler, luftiger Lagerung am längsten, etwa in einer Obstschale an einem kühlen Ort oder im Gemüsefach. Sie sollten nicht luftdicht in Plastik verpackt werden, da sie sonst schneller schimmeln. So bleiben sie zwei bis drei Wochen frisch.